Was für ein emotionaler Sieg. Die Hamburgerin Tamara Korpatsch, die auch für den Club an der Alster in der Bundesliga spielt, gewann am Sonntag die MSC Hamburg Ladies Open 2026 gegen die Ungarin Anna Bondar mit 6.3 und 6:3.
Tamara Korpatsch krönte ihre sehr guten Leistungen der Turnierwoche mit einem eindrucksvollen Sieg am Sonntag auf dem Center Court. In knapp weniger als 90 Minuten bezwang sie die Ungarin Anna Bondar, Vorjahres Finalistin am Rothenbaum, klar mit 6.3 und 6.3. Es war ihr zweiter WTA-Titel ihrer Karriere und der bisher größte Erfolg.


Korpatsch ist damit die erste deutsche Spielerin, die am Rothenbaum triumphieren konnte seit Steffi Graf im Jahr 1992„Das wusste ich nicht. Das ist wirklich eine tolle Nachricht. Ich fühle mich sehr geehrt“, sagte Korpatsch später bei der Pressekonferenz.
Harte Arbeit in den Runden zuvor


Dabei sah es zu Beginn der Woche nicht nach einem Sieg beim Heimturnier aus. In den ersten beiden Runden musste Korpatsch über die volle Distanz gehen und sich ihre Siege hart erarbeiten. Im Halbfinale profitierte sie von der Aufgabe ihrer Gegnerin Mayr Sherif. Korpatsch erarbeitete sich jeden Sieg und kam so immer besser ins Turnier herein. Im Finale zeigte sie dann eine bärenstarke Leistung und ließ ihrer Gegnerin keine Chance. Trotzdem versuchte Bondar alles und kämpfte. Korpatsch behielt die Übersicht und die Kontrolle über das Match und gewann dann auch verdient. „Herzlichen Glückwunsch Tamara, Du warst heute einfach die bessere Spielerin. Zwar waren die Fans heute nicht für mich, aber das ist völlig verständlich. Die Atmosphäre war wieder wunderbar. Das ist ein so besonderes Turnier für mich. Ich komme im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder“, sagte Bondar bei der Siegerinnenehrung.


Korpatsch erstmals in den Top 50
Mit dem Sieg der MSC Hamburg Ladies Open 2026 sicherte sich Korpatsch ein Preisgeld von 32.520€. Zugleich kletterte sie in der Weltrangliste auf Position 46 und belegt damit ihre bisher höchste Weltranglisten Position überhaupt. Ein sehr guter Ausgangspunkt für die beginnende Hartplatz Saison und die Vorbereitungen auf die US Open in New York.



Fotos und Text: Marcus Supplitt




